ugg.com.au Fantastischen Vier

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+ Sie rappten bereits auf deutsch, als HipHop in Deutschland noch ganz am Anfang stand.

+ Sie feierten Charterfolge, als das Genre noch tief im Underground steckte.

+ Sie unternahmen gemeinsam mit der Metalband Megalomaniax einen Ausflug ins Reich der Hardrocker und veröffentlichten 1995 mit eine der bis heute bedeutendsten und phänomenalsten Rap Platten aus Deutschland

+ Sie perfektionierten das schwierige Thema HipHop live sowohl technisch als auch durch die Zusammenarbeit mit DisJam und später mit eigener Band

+ Sie entwickelten eine eigene Bildsprache in ihren Fotos und Videos.

+ Mit ihrer eigenen Firma Music gründeten sie eines der innovativsten Label für HipHop,Soul und elektronische Musik

+ Mit ihrem legendären Auftritt in der Balver Höhle im Sauerland schufen sie einen der besten Auftritte einer Band bei Unplugged und sorgten für eine Wiederbelebung der Serie.

+ Sie verfolgten ihre Solo Projekte ohne den Bandgedanken aus den Augen zu verlieren.

Genau dieser Bandgedanke war, fünf Jahre nach wieder gefragt. Und dass das anfangs nicht gerade einfach war, versteht sich fast von selbst, denn schließlich hat man es hier mit vier Individuen zu tun, die sich durch ihre Soloarbeiten und sonstigen Aktivitäten eigenständig weiterentwickelt haben. Aber fünfzehn Jahre nach Bandgründung sollte dies auch erlaubt sein. Die Frage war da: was musste her, um sich für ein neues Album wieder einzuschwören? Wie begegnet man den Befürchtungen, sich nach den bisherigen, erfolgreichen Platten zu wiederholen oder für andere gar langweilig zu werden? ist bei jedem von uns die Perspektive heute anders sagt Smudo. ,4:99 waren wir alle um die 30, jetzt sind wir fünf Jahre älter, es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Und keiner von uns ist ausschließlich HipHop Fan geblieben. Und trotzdem: man würde nicht mehr das Wort fantastisch im Bandnamen führen, wenn man Herausforderungen dieser menschlichen Art nicht positiv angeht und letztlich doch meistert. Sepp Herbergers Fußballer Weisheit von den elf Freunden auf dem Platz sie gilt auch in der Musik. Und nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Mit der Single sind die Stuttgarter, die längst in anderen Gegenden wie Berlin, Hamburg und der Eifel zu Hause sind, erfolgreich in Führung gegangen. Nun kommt die zweite Halbzeit: das Album.

Viel ist um geredet und spekuliert worden. Nun machen die Vier selbst den Vorhang auf für ein weiteres Kapitel ihrer eigenen Geschichte. Und das ist aufregend, tempogeladen, voller Humor und auch rührend ausgefallen.

Allein das Intro ist der Hammer. Das sind die Fantas pur: ironisch und mit der Fähigkeit ausgestattet, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Eine Frage der Erfahrung, der Abgeklärtheit, vor allem aber auch eine Frage der Ehre. Da wagen die Vier einen Ausblick in eine fiktive Zukunft: wie ist das so, wenn man keine Platten mehr macht und nicht mehr vom Türsteher der Disko erkannt wird ? Sie kommen nicht hinein, sie lamentieren und werden schließlich vom Bouncer abgekanzelt wer sind die Vier denn auch ? Tja, Arsch lecken, aber das passiert wohl jedem mal. Mit guten Worten und reichlich Angeberraps über die alten Tage wird dann nachgeholfen. Und kaum haben sie es geschafft, die Hürde Türsteher zu überwinden, wartet drin die nächste berraschung. Begeisternd! Die Fantastischen Vier sie sind der Bonustitel im berraschungsei, der Hidden Track der deutschen Musikkultur. Und The Godfathers of Pophumor.

Es war ein weiter Weg bis hierher. Im Oktober 2002 trafen sich die Vier in Vorarlberg zur Albumdiskussion. haben wir, von unserer normalen Umgebung losgelöst, nichts gemacht außer in der Pampa zu wandeln, viel zu reden, Musik zu hören und abends zu kochen. Gezielte Langeweile ist eben nötig für Reflektion. Da kamen die ersten Ideen zustande sagt Smudo. Michi arbeitete an Turntablerocker, Thomas war an seinem Rock Projekt Son Goku dran, Andy hing an seinem Soloalbum und ich war aussteigermäßig auf den Antillen. Jeder von uns hat erst mal für sich geschrieben und getextet. In Vorarlberg hatten wir die Zeit und Ruhe, uns über unsere Visionen und über ein gemeinsames Album klar zu werden. Wie könnte eine gemeinsame Richtung aussehen in Zeiten, in denen deutschsprachiger HipHop alles andere als angesagt ist und nicht gerade mit neuen Themen protzt?

Aus Tagen wurden Wochen, es wurde Advent gefeiert, es wurde gestritten, gelacht, getrunken, geschrien und geschrieben. Worte, Texte, Songfragmente wurden notiert und wieder verworfen, immer wieder. Es wurde gearbeitet und aufgenommen, es gab Bier und Sauerbraten aus Tofu. Es gab ernste Gespräche und viel Spaß. Aber auch immer wieder Fragen: Können wir denn, als nicht mehr ausschließlich HipHop Fans, noch so eine Platte machen ? Oder zerstören wir vielleicht unseren eigenen Nimbus als Popband ? Nach dieser gemeinsamen Zeit, in der wir uns kreativ ausgetobt haben, die schon fast Workshop Charakter hatte, ging es irgendwann nicht mehr um die Frage des Ob, sondern nur noch um das Wie sagt Smudo. konnten wir an die gute erwachsene Unplugged Performance anschließen ?“

Es musste also ein Album her, das zu hundert Prozent die Fantastischen Vier beinhaltet, aber eben nicht gewohntes wiederholt. Also viel mehr. ist jetzt da, und es ist viel mehr geworden. Es ist Dancefloor und Soul, Hip Hop und Pop, es ist eben Fanta Vier.

Schwert ist nach und Legionen der letzte Teil von Thomas Tribal Trilogie, der inhaltlich allerdings vor seinen Vorgängern spielt. Der Song ist ein Ausflug unter die glitzernde Diskokugel, Lösung dagegen ein dubbiger Reggaesong.

Erstmals haben Die Fantas mit verschiedenen Produzenten gemeinsam an gearbeitet das Ergebnis ist eine bestechende Vielfalt, die es in dieser Form noch nicht auf einem Fanta Vier Album zu hören gab. Dazu sind die Beats besser denn je treffender, ausgereifter und auch mal augenzwinkernd in den Untiefen der Pophistorie wildernd.

Und die Texte? An denen wurde gefeilt bis zum umfallen. auf dem Album ist, hat bereits mehrere Generationen hinter sich. Wenn ich mir anschaue, was ich mir zu Beginn in mein Textbuch geschrieben habe und was daraus geworden ist sagt Smudo. von uns arbeitet einzeln, wir machen uns jeder für sich allein Gedanken. Und dann treffen wir uns und arbeiten gemeinsam daran weiter. Dieser Prozess wiederholt sich ständig. Das ist zwar zeitraubend, aber es kommt etwas viel, viel besseres am Ende dabei heraus. Bei 4:99″ hockten wir alle im Studio und haben uns gar nicht die Zeit gegeben, etwas einfach mal auf Band zu bringen, drei Monate anzuhören und gegebenenfalls noch mal aufzunehmen. gutes Album braucht demnach viel Zeit. hat viel Zeit in Anspruch genommen, und es ist ein fantastisches Album geworden. Weil es anders ist überraschend, ausgefallen, klug und bewundernswert. Auch deshalb, weil es zeigt, wie es vier individuelle Musiker mal wieder geschafft haben, ihre verschiedenen Stile, ihre unterschiedlichen Ausrichtungen und Musikalitäten wieder zu einer Einheit zu schmieden. Es zeigt, dass auch morgen noch mit den Fantastischen Vier gerechnet werden muss. Aber das wusste jeder auch schon vorher.
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