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Bis zu sieben Jahre Garantie geben einige Autohersteller auf Neuwagen. In der Regel gewähren die Hersteller jedoch nur zwei bis drei Jahre Garantiezeit. Damit in der Garantiezeit aber tatsächlich der Hersteller für entstandene Schäden aufkommt, müssen die vorgeschriebenen Service Intervalle genau eingehalten werden. Wer die Pflege seines Service Heftes schleifen lässt, der geht ein hohes Risiko ein. Wann der Service fällig ist und was Sie außerdem beachten müssen, erklären wir Ihnen hier.

Finden Sie die passende WerkstattMarke Bitte w Alfa Romeo Mercedes Benz Audi BMW MINI Chevrolet Mitsubishi Nissan Citro Opel Dacia PEUGEOT Daewoo Porsche Daihatsu Renault Fiat Ford SEAT Honda Skoda Hyundai Smart Subaru Kia Suzuki Toyota Lancia Volvo VW Mazda ChryslerUm Schäden am Wagen vorzubeugen, müssen in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt und Verschleißteile erneuert werden. Wann für das Auto Inspektion und zum Beispiel lwechsel anstehen, verrät bei modernen Modellen die Service Anzeige und zwar lange bevor der eigentliche Termin ansteht. So hat man genügend Zeit, sich einen Termin in der Werkstatt zu organisieren. Die Inspektionsintervalle zu überschreiten, sollte man vermeiden. Denn eine Nachfrage von AUTO BILD bei allen namhaften Herstellern hat ergeben: Die Toleranz bei nicht eingehalten Service Terminen ist gering. Sollte also ein Schaden auftreten und der letzte Service verschlafen worden sein, übernimmt der Hersteller selten die Kosten für die Reparatur. Und das muss er auch nicht zwingend, schließlich hat der Autofahrer keinen Rechtsanspruch auf die freiwillige Garantie. Hier zahlt der Hersteller nur auf Kulanz. Anders sieht es aus, wenn der Schaden im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungszeit auftritt. Im ersten halben Jahr nach dem Autokauf gibt es meist problemlos Geld. Doch schon danach wird es kompliziert. Denn ab dann gilt die sogenannte Beweislastumkehr und der Käufer muss beweisen, dass der Schaden schon bei Auslieferung des Autos vorlag. Das wird schwer. Daher ist man hier fast immer auf die Kulanz angewiesen.

Es muss nicht die Vertragswerkstatt sein

Wo Sie den erforderlichen Service durchführen lassen, ist indes Ihnen überlassen. Es muss also keine Vertragswerkstatt sein. Wichtig ist nur, dass die Werkstatt die vom Hersteller vorgeschriebenen Arbeiten durchführt, alle erforderlichen Teile prüft und bei Bedarf ersetzt. Deren Qualität ist zwar vorgegeben, der Hersteller allerdings nicht. Prinzipiell könnten Sie die Verschleißteile also auch im Zubehörhandel kaufen und zur Inspektion mitbringen. Doch hier stellen sich Werkstätten fast immer quer, verdienen sie doch zusätzlich an den verbauten Teilen. Bei einem späteren Wiederverkauf des Wagens könnte es Ihnen von potenziellen Käufern angekreidet werden, dass der Wagen nicht in einer Vertragswerkstatt gewartet wurde. Allerdings geben hier oft irrationale Beweggründe den Ausschlag. Besonders bei Modellen, denen man „besondere Fürsorge“ zuteilwerden lassen will, wird viel Wert darauf gelegt. Der Erlös eines gebrauchten Porsche etwa sinkt spürbar, wenn er nicht regelmäßig im Porschezentrum gecheckt wurde und das im Serviceheft belegt ist.

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Was wird bei einer Inspektion geprüft, getauscht oder repariert?

Grundsätzlich gilt es, in kleine und große Inspektion zu unterscheiden. Bei der kleinen Inspektion, die je nach Hersteller auch anders benannt werden kann, werden meist nur ein lwechsel sowie Prüfungen von Scheibenwischanlage, Luftfilter oder Bremsen durchgeführt. Die große Inspektion, deren Fälligkeit in der Regel alle ein bis zwei Jahre beziehungsweise alle 15.000 bis 40.000 Kilometer ansteht, ist deutlich umfangreicher. Unter anderem werden Motor und Abgassystem, das Getriebe, die Achsen sowie die Karosserie, Elektrik und die Räder/Reifen geprüft. Bei Volkswagen umfasst die große Service Inspektion beispielsweise 34 Positionen, die abgearbeitet werden. Natürlich dauert so eine umfangreiche Inspektion ein paar Stunden. Wer währenddessen auf einen Ersatzwagen hofft, wird allerdings oft enttäuscht. Längst nicht jeder Hersteller bietet diesen Service an. Opel stellt einen, VW hingegen nur gegen Bezahlung. Kostenlos gibt es diesen Service allerdings auch bei einigen freien Werkstatt Ketten. Jede Reparatur muss mit dem Kunden abgesprochen werden. Geben Sie deshalb keinen Pauschalauftrag („Machen Sie, was Sie für richtig halten“), sondern legen Sie genau fest, was gemacht werden soll. Bestehen Sie auf einem Rückruf, bevor eine nicht vereinbarte Arbeit ausgeführt wird. Ausnahme: Sicherheitsrelevante Teile darf die Werkstatt ohne Rückfrage austauschen. Die Frage, was die Inspektion kosten wird, lässt sich im Vorfeld mit einem Kostenvoranschlag grob beantworten. Rechtlich handelt es sich dabei um eine „unverbindliche fachmännische Berechnung der voraussichtlichen Kosten“. Der Kostenvoranschlag darf zwar überschritten werden, doch bei mehr als 20 Prozent entscheiden Gerichte meist zugunsten des Kunden, der die Mehrkosten dann nicht bezahlen muss. Voraussetzung: Die Werkstatt hat ihn nicht über die drohende berschreitung informiert und keine Zustimmung eingeholt. Anders sieht es bei verbindlichen Kostenvoranschlägen aus, den sogenannten Festpreisen.

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Haarig wird es, wenn auf der Inspektionsrechnung Arbeiten berechnet werden, die überhaupt nicht durchgeführt wurden. Das sollten Sie möglichst sofort beanstanden und auf einer Korrektur der Rechnung bestehen, denn später wird der Nachweis schwierig. Aber Vorsicht: Erheben Sie nicht leichtfertig den Vorwurf des Betrugs. Jeder kann Fehler machen, und die Werkstatt wird sich im Zweifel genau darauf berufen. Der Vorwurf des gezielten Betrugs ließe sich nur erheben, wenn reihenweise Kunden auf ähnliche Weise von der Werkstatt abkassiert wurden.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat bei den Handwerkskammern Schlichtungsstellen eingerichtet, die Streitfälle auf Antrag des Kunden prüfen. Sie arbeiten kostenlos. Die Schiedsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auf einer eigens eingerichteten bersichtsseite. Exemplarisch haben wir unten einige Schiedstellen aufgelistet. Sie sind mit einem zum Richteramt befähigten Juristen besetzt. Dazu kommen öffentlich bestellte, vereidigte Sachverständige (DAT) und Prüfer von TV, DEKRA oder GT. Jeder Fall wird nur einmal verhandelt. Kunden können gegen die Entscheidung der Schiedsstelle klagen, die Werkstätten müssen sie akzeptieren.
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